Totzone
Die Totzone ist ein kleiner Puffer um die Mittelstellung. Sie filtert normale Toleranzen wie Ruhejitter sowie unbeabsichtigte Eingaben heraus. Ziel ist der kleinstmögliche Wert, bei dem keine ungewollten Eingaben mehr im Spiel ankommen. Ein Wert von null lässt mechanische Abweichungen ungefiltert – deshalb ist ein kleiner Puffer technisch sinnvoll.
Toleranz
Das Testprogramm misst sehr genau, der Analogstick selbst ist jedoch kein perfektes Messinstrument. Sensor, Gimbal, Zentrierungsfeder und die jeweilige Ruheposition beeinflussen den angezeigten Mittelpunkt. Kleine Abweichungen gehören daher zum normalen Verhalten und sind nicht automatisch ein Defekt oder echter Stickdrift.
Stickdrift
Von echtem Stickdrift sprechen wir, wenn ungewollte Eingaben im Spiel ankommen und sich auch mit einer sinnvoll gewählten Totzone nicht mehr zuverlässig herausfiltern lassen. Ein verschlissener Potentiometer-Stick kann dauerhaft in eine Richtung ziehen, sprunghafte Werte liefern oder völlig unkontrolliert reagieren – bis der Controller praktisch unbenutzbar wird.
Optimalwerte
Eine Totzone von etwa 2–5 % gilt als praxisnaher Optimalbereich; bei der Kreisgenauigkeit ist ein Fehlerwert unter 10 % bereits sehr genau. Noch niedrigere Werte bringen nicht automatisch einen Vorteil: Ein mechanischer XY-Stick kann keinen perfekten Kreis abbilden, die Kreisform wird rechnerisch ermittelt. Da Spiele meist auf serienmäßige ALPS-Sticks abgestimmt sind, kann eine extrem lineare Ausgabe sogar ungewohnt oder hakelig wirken.