Controller-Kalibrierung

Stickdrift, Kalibrierung und TMR-Technologie – verständlich erklärt.

TMR Endurance ist ein echtes Upgrade, nicht nur eine Reparatur. Hier erfährst du alles über Totzonen, Toleranzen, die richtige Kalibrierung und die langfristigen Vorteile der TMR-Technologie.

Stickdrift-Test

Prüfe beide Analogsticks direkt im Browser auf Abweichungen, Ruhejitter und ungewollte Eingaben.

Stickdrift testen ↗

Kalibrierungstool

Mit dem externen Tool kannst du deinen Controller direkt im Browser prüfen und kalibrieren.

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DualSense-Edge-Stickmodule: Werkseitige Module lassen sich nur prüfen, nicht dauerhaft kalibrieren. Erst nach dem Einlöten einer Brücke können neue Kalibrierungswerte gespeichert werden.

Wichtige Begriffe vorab

Totzone, Toleranz, Stickdrift und praxisnahe Optimalwerte

Totzone

Die Totzone ist ein kleiner Puffer um die Mittelstellung. Sie filtert normale Toleranzen wie Ruhejitter sowie unbeabsichtigte Eingaben heraus. Ziel ist der kleinstmögliche Wert, bei dem keine ungewollten Eingaben mehr im Spiel ankommen. Ein Wert von null lässt mechanische Abweichungen ungefiltert – deshalb ist ein kleiner Puffer technisch sinnvoll.

Toleranz

Das Testprogramm misst sehr genau, der Analogstick selbst ist jedoch kein perfektes Messinstrument. Sensor, Gimbal, Zentrierungsfeder und die jeweilige Ruheposition beeinflussen den angezeigten Mittelpunkt. Kleine Abweichungen gehören daher zum normalen Verhalten und sind nicht automatisch ein Defekt oder echter Stickdrift.

Stickdrift

Von echtem Stickdrift sprechen wir, wenn ungewollte Eingaben im Spiel ankommen und sich auch mit einer sinnvoll gewählten Totzone nicht mehr zuverlässig herausfiltern lassen. Ein verschlissener Potentiometer-Stick kann dauerhaft in eine Richtung ziehen, sprunghafte Werte liefern oder völlig unkontrolliert reagieren – bis der Controller praktisch unbenutzbar wird.

Optimalwerte

Eine Totzone von etwa 2–5 % gilt als praxisnaher Optimalbereich; bei der Kreisgenauigkeit ist ein Fehlerwert unter 10 % bereits sehr genau. Noch niedrigere Werte bringen nicht automatisch einen Vorteil: Ein mechanischer XY-Stick kann keinen perfekten Kreis abbilden, die Kreisform wird rechnerisch ermittelt. Da Spiele meist auf serienmäßige ALPS-Sticks abgestimmt sind, kann eine extrem lineare Ausgabe sogar ungewohnt oder hakelig wirken.

Totzone richtig prüfen und einstellen

Steam, die Controller-Menüs vieler Shooter wie Call of Duty oder Battlefield sowie das Menü des DualSense Edge zeigen den Stickausschlag anschaulich an. Bewege den Stick wiederholt in verschiedene Richtungen und beobachte, wie zuverlässig er ins Zentrum zurückkehrt. Erhöhe die Totzone nur so weit, bis alle Fehleingaben sicher abgefangen werden. Ein zu kleiner Puffer kann Eingaben durchlassen, ein zu großer kostet Präzision. Ganz ohne Totzone kann das Spiel unauffällig funktionieren, technisch ist es jedoch nicht sinnvoll: Normale mechanische Toleranzen können sonst als Fehleingaben im Spiel ankommen. Genau dafür ist die Totzone vorgesehen.

Tools im Überblick

Hier findest du verschiedene Möglichkeiten, um Stickwerte zu prüfen und Totzonen sinnvoll einzustellen. Meine Empfehlung: Stelle die Totzone entweder im Programm oder im Spiel ein.

Stick-Drift-Erkennung von ControllerTest.io mit Kreisdiagrammen, Jitter-Erkennung, Totzone und Ergebnisbericht für beide Analogsticks
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ControllerTest.io – Stick-Drift-Test

Das Tool zeigt Bewegungsbereich, Ruhejitter und Abweichung beider Analogsticks in einer übersichtlichen Ansicht. Die Totzone lässt sich direkt einbeziehen; anschließend ordnet der Ergebnisbericht die gemessenen Werte verständlich ein.

Tool und Bildquelle: ControllerTest.io
Joystick-Info des DualShock Kalibrierungstools mit markiertem Toleranzbereich und einer kleinen Abweichung am rechten Analogstick
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DualShock Kalibrierungstool

Der innere Kreis zeigt den Toleranzbereich; leichte Abweichungen sind akzeptabel. Der Ruhewert kann sich durch die Lage des Controllers, den vorherigen Stickausschlag und die Stärke der Zentrierungsfeder verändern. Besonders weiche, leichtgängige Sticks kehren bei kleinen Bewegungen nicht immer exakt in dieselbe Mittelstellung zurück.

Tool und Bildquelle: DualShock Calibration GUI
Steam Controller-Layout mit grafischer Stickanzeige, Totzonenregler und Warnung vor einer zu geringen Totzone
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Steam

Steam zeigt die Stickposition und lässt die Totzone direkt einstellen. Sie sollte so klein wie möglich, aber groß genug sein, um Abweichungen und versehentliche Eingaben zuverlässig abzufangen. Steam warnt deshalb ausdrücklich davor, die Totzone zu niedrig einzustellen.

PlayStation Accessories mit dem Menü für Stickempfindlichkeit und Deadzone des DualSense Edge Controllers
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DualSense Edge

Im PlayStation-Accessories-Menü lassen sich Empfindlichkeitskurve und Deadzone für beide Sticks getrennt einstellen. Die große Kreisanzeige macht die aktuelle Stickposition und den gewählten Puffer direkt sichtbar.

Call-of-Duty-Anzeige zum Testen der Totzonen und Achsenwerte beider Analogsticks
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Call of Duty

Die Totzonenanzeige visualisiert beide Stickeingaben direkt. Der rote Innenbereich zeigt den ausgeblendeten Bereich: Er sollte nur so groß sein, dass unbeabsichtigte Bewegungen sicher abgefangen werden.

Bildquelle: GamePro
Battlefield-Menü mit Einstellungen für zentrale und axiale Totzone sowie die maximale Eingabe-Grenze des linken Sticks
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Battlefield

Battlefield bietet getrennte Einstellungen für zentrale und axiale Totzone. So lässt sich der Puffer gegen unbeabsichtigte Eingaben direkt im Spiel anpassen, ohne die maximale Stickauslenkung aus den Augen zu verlieren.

Bildquelle: BFcom